Heute, gestern und auch morgen ist Briefe- und Geschenketag an unserer Partnerschule St. Francis. Mit einem Extrakoffer (20 kg schwer), konnte „Mamma Sam“, wie ich hier in Kenia genannt werde, viele Schülerinnen und Schüler in Mitunguu glücklich machen.

Nachdem am Mittwochmorgen angekündigt worden war, dass bald Briefe und Geschenke verteilt wurden, traf ich während der großen Pause um 9.30 Uhr alle Klassenlehrer im Lehrerzimmer. Etwa 100 Stifte, 125 Spitzer und 170 Radiergummis wurden je nach Alter und Klassengröße verteilt. Auch die Lehrer bekamen auf Wunsch eine Kleinigkeit. Besonders herzlich war die Übergabe in Klasse 1, deren Lehrerin mich bat, mit ihr gemeinsam jedem Kind einzeln das Mitgebrachte zu übergeben. Sogar die baby (Kindergarten) und nursery classes (Vorschule) durfte ich persönlich besuchen und hier ausgewählte Buntstifte abliefern. Mit fröhlichen Dankesliedern auf Kiswahili wurde ich von den Kindern entlassen.

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Gespannt warten (und hoffen) die Kinder auf Briefe von ihren Freunden in Deutschland. Nicht alle werden nach vorn gerufen, denn für viele Neuankömmlinge müssen wir erst noch Brieffreunde finden.

Doch damit nicht genug: Noch sollten die Briefe gut und richtig verteilt werden! Hier hatte Sr. Josephine, die Leiterin der St. Francis School, folgende Einteilung vorgenommen: Von 16 bis 17 Uhr trafen sich am Mittwoch alle Schüler der Klassen 6, 7 und 8 an einem Platz, erhielten ihre Briefe und gingen dann zum Lesen und Beantworten in ihre Klassenräume. Am Donnerstag waren zur selben Zeit die Klassen 4 und 5 dran, am Freitag Klasse 3.

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Simone verteilt einen prall (mit Briefen und Stiften) gefüllten Umschlag nach dem anderen …

Samuel und ich versuchten mit viel Mühe, neue, vollständige Listen der Brieffreundschaften anzulegen – denn einige Kinder erhielten nichts, andere wiederholen eine Klasse oder haben die Schule gewechselt, und neue Kinder haben natürlich noch keine Brieffreundschaft. Trotzdem werden wir am Ende über 100 Briefe an glückliche kenianische Kinder verteilt haben. Strahlende Gesichter = mehr als ein Dankeschön!

Übrigens: Ein paar ältere Jungs des Caring Place haben mich gebeten, ihnen ein wenig Französisch beizubringen, denn Französischlehrer gibt es in Kenia kaum. Auch das haben wir heute umgesetzt.

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Simone begrüßt David, Boniface, Stephen, Jason und Juma (v.l.n.r.)

Simone Monthuley

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